Dachdecker Janik

Eine bleibende

Referenz

Forest ThistleDie Geschichte unseres Dachdeckermeisterbetriebs

 

Die Schieferturmdeckerei gilt als hohe Kunst des Dachdeckerhandwerks. "Es gibt kein Patentrezept, man muss kreativ sein", sagt Michael Janik, Inhaber des nun siebzigjährigen Dachdecker-Meisterbetriebs Janik am Ernst-Heilmann-Weg 29. Sein Großvater Sylvester Janik brachte einst mit der Schieferturmdeckerei Dachdeckerfähigkeiten nach Cottbus, die für die Lausitz nicht typisch waren. Heute sind die von der Dachdeckerei Janik mit Schiefer gedeckten Gebäude aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Noch vor dem ersten Weltkrieg ging der aus Bentschen bei Posen stammenden Dackdeckergeselle auf Wanderschaft. In Cottbus fand er Arbeit bei einem Meister, gründete eine Familie und baute 1921 das Haus am damaligen Mühlenweg 29. Als die Weltwirtschaftskrise ihre Schatten voraus warf, nahmen die Aufträge bei dem Meister ab. Trotz warnender Stimmen machte sich Sylvester Janik am 1. Juli 1928 selbstständig und legte 1936 die Meisterprüfung ab.

In den Dreißigern Jahren blühte das Geschäft. Während des zweiten Weltkriegs wurden Bombenschäden repariert. Nach Kriegsende wurde auf dem Land für Naturalien gearbeitet. Der 1923 geborene Hans Janik, Vater des heutigen Inhabers, kehrte 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück und beendete schon 1951 ein Studium an der Fachschule des Dachdeckerhandwerks im thüringischen Lehesten mit der Meisterprüfung. Im komplexen Wohnungsbau in Cottbus gab es Aufträge, ebenso in den Großkraftwerken und an der Staumauer der Talsperre Spernberg.

In den Sechzigern kam der private Eigenheimbau hinzu. "Anfang der siebziger Jahre wurden die wenigen privaten Dachdeckerbetriebe einmal monatlich zum Kreisbauamt zitiert, um viel Arbeit zu verteilen", erinnert sich Michael Janik. Der 1954 geborene griff nach einer Lehre zum Elektromonteur, 1974 in das Geschehen ein, wurde Dachdeckerhelfer beim Vater, erlernte den Bruf, legte nach einem Meisterstudium 1982 die Meisterprüfung ab. Neben der Beteiligung an riesigen Bauvorhaben wurde das Unternehmen oft für Arbeiten der Schieferdeckerei herangezogen. Ein wichtiges Objekt war der Turm der Sandower Apotheke. Am 1. Juli 1988, 60 Jahre nach der Gründung, übernahm Michael Janik den Betrieb. Es lief gut, dann kam mit der Wende eine neue Situation. Anfangs war die viele Arbeit kaum zu schaffen. Zu den schiefergedeckten Gebäuden gesellen sich der Turm des Wasserwerks in Cottbus Nord und andere. Immer wurden auch Lehrlinge ausgebildet.

"Heute ist es schwer neue Arbeit zu beschaffen, es erfordert den ganzen Mann", resümiert Michael Janik, "trotzdem bin ich zuversichtlich, mein traditionsreiches Handwerk weit

 

 

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